Interviews & Erlebnisberichte Rund um den Jugendkreuzweg

3 Fragen an ... Bernd Arnold

Warum eigentlich ist es eher die Subjektivität von Fotograf und Betrachtendem, die in der Fotografie etwas von Wahrheit sichtbar werden lässt?

B. A.: Sie liegt im Moment eines gemeinsamen Raumes. In der Kunst und in diesem Fall in der Fotografie wird ein „Raum“ erzeugt, in dem die Subjektivität des Betrachters und des Fotografen zusammengeführt wird. Es entsteht für den Moment der Betrachtung eine gemeinsame Wahrheit.

Lebenssituationen und Alltagsleben sind auf den Bildern von #beimir zu sehen. Was ist für Dich daran anders, Szenen gerade für junge Menschen zu fotografieren?

Ich finde die Lebenssituationen in ihren existentiellen Ausprägungen in den verschiedenen Generationen gar nicht so weit voneinander entfernt. Von daher versuche ich übergreifende Ideen zu finden, die eher das Universale sucht. Junge Menschen sind aufgeschlossener, offener und flexibler und das macht es mir leichter, bewährte Pfade zu verlassen und andere Möglichkeiten auszuloten.

Du bist mitten in einer dieser Alltagssituationen und würdest ganz persönlich erfahren: „Gott ist bei mir“. Worum würdest Du ihn bitten?

Die Energie, das Eingebunden-Sein im Fluss von Alltag, Zeiten und Gewohnheiten zu überwinden, innezuhalten, um Offenheit für den Moment des Geschehens zu gewinnen. Was immer daraus entsteht…

Interview: Alexander Bothe

bernd arnold 2008b Web rund

Bernd Arnold
arbeitet als Fotokünstler und als freier Fotograf für deutsche und internationale Printmedien. Ein zentrales Thema in seinem Werk ist für ihn „Macht und Ritual“. Für den Jugendkreuzweg entwickelte Bernd Arnold mit uns die Stationen, Fotoshootings und Bildbearbeitungen der Fotos von #beimir.

www.berndarnold.de