Interviews & Erlebnisberichte Rund um den Jugendkreuzweg

3 Fragen an ... Philipp Schall

Digitale Kommunikation ist Lebenswirklichkeit, das Smartphone für viele Menschen immer «bei mir». Wie wird für Dich die digitale Kommunikation die Vernetzung von Menschen weiter verändern?

P. S.: In den folgenden Entwicklungsstufen der Digitalisierung wird der Austausch von Informationen und damit auch Gefühlszuständen, sozialen Bedürfnissen, Weltanschauungen etc. über die verschiedenen Formen Online-Netzwerke in nie dagewesender Intensität stattfinden. Die wichtigste neue Veränderung in der Art wie wir Menschen kommunizieren, ist dass wir auch über Distanzen hinweg bzw. mit mehreren anderen Menschen gleichzeitig in Verbindung treten können.
Eins der wichtigsten Tools, um diesen Austausch zu starten ist das allgegenwärtige Smartphone. Alternativ können gegebenenfalls noch der Computer oder neuerdings noch eingeschränkt über Assistenzsysteme wie beispielsweise Amazon‘s Alexa Zugang zu den Kommunikationsmöglichkeiten geben. Aber für die nächste Zeit wird das Smartphone noch die dominierende mobile und damit auch uns stets begleitene Kommunikationslösung sein.

Christliche, kirchliche Vergemeinschaftung steht auch in Wechselbeziehung mit den sich wandelnde Medien. Warum ist es als Produzent und als Person anders, eine App gerade für das Gebet, das Meditieren eines Kreuzwegs auf den Weg zu bringen?

In der heutigen digitalen und hektischen Welt ist es für viele Menschen gar nicht mehr so einfach, Ruhe zu finden, sich wichtige Fragen zu stellen oder im Gebet zu reflektieren. Daher müssen wir den Medienwandel einfach mitgehen und über die neuen Möglichkeiten alternative Angebote mit Relevanz schaffen. So schaffen wir kirchliche Angebote für die Lebenswirklichkeit, in der sich die Menschen heutzutage aufhalten.

Wie schon mal erlebt: „Gott ist bei mir“?

Es gab sicher die eine oder andere Gelegenheit bei der ich Gottes Präsenz besonders erleben durfte. Diese Momente waren immer unterschiedlich, von kleiner perfekter Schönheit oder leutchtender Erhabenheit, von der persönlichen einfacher Freude über die Schöpfung über das Erleben in Zweisamkeit bis hin zu grossen spirituellen Gemeinschaftserlebnissen. Daher also manchmal allein, oft auch mit Anderen zusammen, immer in meinem Herzen. Oft teile ich auch dies - mal mehr mal weniger explizit - auf den sozialen Medien.

Interview: Alexander Bothe

Philipp Schall Web rundPhilipp Schall
leitet zusammen mit dem TELLUX-Holding-CEO Martin Choroba als Geschäftsführer die Tellux Next GmbH. Als Filmproduzent ist er international erfahren und betreibt seit Jahren außerdem Game-Development mit Drehbuchautoren und interdisziplinären Kreativen. Für den Ökumenischen Kreuzweg der Jugend hat er mit seinem Team um Quirin Münch die App zu #beimir entwickelt.

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