Kreuzweg 2018

ans licht

Ökumenischer Kreuzweg der Jugend #beimir.

Vor 2000 Jahren ging Jesus auf seinem Weg mit dem Kreuz. Er geht diesen Weg bis heute: mitten unter uns und mit uns zusam-men. Sein Kreuzweg kreuzt unseren Alltag. Das ist die Kernbot-schaft unseres pastoralen Handelns: Sie erzählt vom Tod und von der Auferstehung Jesu Christi und davon, dass dieser Weg Jesu auch unser eigener, persönlicher Weg mit Gott und zu Gott ist.
#beimir legt Zeugnis ab, dass Gott in Jesus dort ist, wo Leid jetzt entsteht, wo Menschen jetzt leiden. Das fordert uns persönlich heraus, ihn in unser Leben zu lassen, uns für ihn zu entscheiden und danach zu handeln.
Mit der Wirklichkeit ist das so eine Sache. Wir denken ja immer, es gibt nur eine: nämlich die, die wir selbst sehen. Die kann ich ja schließlich erleben, erfahren, beschreiben – das allerdings se-hen wir alle persönlich für uns so... Deshalb brauchen wir einan-der: um einander zu erzählen, um miteinander zu teilen, um uns gegenseitig Zeugnis von dem zu geben, was für uns zählt, um ge-meinsam nach dem zu suchen, was in der Wirklichkeit als Kern-botschaft geborgen ist: Wahrheit und Sinn.
Jesus trug sein Kreuz vor 2000 Jahren in Jerusalem; das ist sozu-sagen die historische Wirklichkeit. Der im letzten Jahr veröffent-lichte Kreuzweg JesusArt, der große Nachfrage fand und findet, näherte sich deshalb in Stencil-Kunst den Kreuzwegsituationen unserer Welt heute, um der Radikalität des Kreuzweges Jesu in unsere Tage hinein zu folgen. Die Perspektive dieses Kreuzwegs JesusArt war und ist auf die Menschen in diesen Situationen ge-richtet; seine Haltung eine prophetische, die zum Handeln und Verändern aufruft, die gesprayten Bilder zeigen Menschen auf ih-rem Kreuzweg. Ästhetisch und pastoral geht es JesusArt damit um eine innerweltliche Prophetie.
Jesus trug sein Kreuz damals und er trägt sein Kreuz auch heute unter uns, er wird heute gekreuzigt, das ist die Wahrheit des Glau-bens. Und auch hier braucht es die persönlichen Perspektiven, um Wahrheit und Sinn zu entfalten. Deshalb berühren sich die Kreuzwege JesusArt und #beimir, die Kreuzwegsituationen und die Lebenssituationen ästhetisch und perspektivisch, sie berei-chern sich gegenseitig und stehen jeweils doch für sich selbst. Dieser Kreuzweg #beimir erzählt die Passion Jesu als Teil von Le-benssituationen unserer Welt; er tut das in verfremdeten Fotogra-fien, inmitten derer die Passion Jesu gesprayt zu sehen ist.
Für die Fotografie liegt ja der Schluss nahe, dass sie die Heraus-forderung der je persönlichen Wirklichkeit lösen kann, denn sie bildet „die“ Wirklichkeit scheinbar einfach ab. Doch sie ist genau-so subjektiv, denn der beobachtende, fotografierende Mensch ist Teil der Wirklichkeit und verändert sie. Wahrheit entsteht erst im Miteinander von Fotograf und Betrachter, dann, wenn im Be-trachter die Kunst des Fotografen und die Erfahrungen, Gefühle, Hoffnungen, Leiden und Brüche des Betrachters miteinander den Raum für Wahrheit und Sinn eröffnen.
Deshalb zeigt #beimir den wirklichen Kreuzweg Jesu, der mitten durch unseren Alltag führt, auf Fotografien. Und auf diesen Foto-grafien die wieder aufrüttelnde, prophetische, zum Entscheiden und zum Handeln aufrufende Kunstform Stencil Art; ihr Ort ist der öffentliche Raum, sie platziert Botschaften, Zeichen, Kritik – und hier zeigt sie die Stencils. Jesu.
Je länger die Ästhetik der Fotos von #beimir auf uns wirkt, wenn wir sie betrachten, umso mehr wird deutlich, dass Jesus seine Kreuzwegstationen mitten unter uns heute erlebt.
Die Bilder von Menschen und Street Art Kunst machen Jesus und sein Martyrium an realen Orten sichtbar. Davon erzählen wir ei-nander, denn es geht um Wahrheit, um Sinn und auch um unser Leben selbst. #beimir lässt Jesus als Teil meines Lebensweges sichtbar werden und „kratzt“ an meinen täglich neuen Entschei-dungen: Kann ich Ihn finden in meinem Alltag? Wie weit, wie nah an mich ran will ich Ihn wirklich zulassen in meinem Leben, in meiner Wirklichkeit? In diesen Kreuzweg #beimir sind in die Le-benssituationen die Stationen des Leidens Jesu „eingesprayt“; in #beimir werden persönliche Geschichten und Erfahrungen zu Glaubenszeugnissen, martyria. Miteinander teilen, dass Gott er-fahrbar ist, konkret und persönlich, gerade durch Jesu Leidens-weg mit dem Kreuz damals und heute.
## sind auch als Doppelkreuze lesbar. In der Botschaft #beimir, die der Titel ist, kennzeichnen sie die innere Struktur und den