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Gregor Linßen: Entdecke Neues, um das Alte zu verstehen!

#beimir ist mein letzter Kreuzweg im Team des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend.

Seit 1999 habe ich daran mitgearbeitet, den Kreuzweg für junge Menschen zu beleuchten, immer auf der Suche nach einer neuen Sichtweise, ausgelöst von gemalten Bildern, von plastischen Kreuzwegen oder Theaterfotos.

Die Facetten ein und desselben Geschehens zu suchen, war schon immer meine Sache. Vor der Arbeit im Kreuzweg-Team habe ich 20 Jahre den Advent für Jugendliche „beackert“ in meiner Zeit als Mitarbeiter der Spiritaner in Knechtsteden. Und fast 15 Jahre waren es die Feier der Ostertage dort.

music 1 WebEs sind diese drei Geschichten von Weihnachten, Karfreitag und Ostern, die ich für erzählenswert und für notwendig zu erzählen halte. Denn Menschen können nur miteinander kommunizieren, wenn sie sich Geschichten erzählen und darüber diskutieren, wie diese zu verstehen sind. Sprache ist nur eine Aneinanderreihung von Bildern. Und der gemeinsame Schatz von Geschichten definiert diese Bilder. Wie sollen die Menschen sich verstehen, wenn sie die alten Geschichten nicht mehr kennen?

Es braucht die Kunst, die Bilder, die Texte, die Musik, um die alten Geschichten immer wieder in neue zu verwandeln und sie so im Bewusstsein zu erhalten. Nur so können Menschen miteinander im Gespräch zu bleiben. Wer die gemeinsamen Geschichten verliert, verliert die gemeinsame Sprache. Auch deshalb habe ich gerne am ökumenischen Kreuzweg der Jugend mitgearbeitet. Und ich werde weiter die Geschichte von Geburt, Leben, Tod und – Auferstehung eines Menschen erzählen, der Gott im Menschen war wie sonst keiner. Ich werde die Frage weiter stellen, wie das möglich gewesen sein soll und was es bedeutet. Die Antwort suche ich schon immer und fasse diese Suche in meine Lieder, erzähle davon in meinen Konzerten.

„Es kommt die Zeit um weiterzugehn, das Gestern zu verlassen ohne sich umzudrehn, um Neues zu entdecken, um Altes zu verstehn. Es kommt die Zeit zu gehn.“

… habe ich selbst in einem Lied geschrieben für das Oratorium PETRUS UND DER HAHN.
Diese Zeit ist nun für meine Mitarbeit beim Ökumenischen Kreuzweg der Jugend gekommen.

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Ich danke Hermann Giesen, dem ehemaligen Leiter des Verlags Haus Altenberg für das langjährige Anvertrauen der Produktionsleitung für die Jugendkreuzweg-CD, die die Lieder der Kreuzwege in die Gemeinden und Chöre getragen hat. Als ich anfing waren es noch Musikcasetten und Schallplatten und handschriftliche Noten! Die Entwicklung meiner Gruppe AMI ist eng mit dieser Produktion verbunden. 2018 wird die Gruppe AMI beim Katholikentag den ökumenischen Kreuzweg der Jugend zum letzten Mal begleiten. An der Kreuzung zum Kreuzweg 2019 trennen sich die Wege.

Ich werde die Zeit für meine Projekt brauchen: das Concert-Prayer im September 2018 im Kölner Dom und die Musik-Wallfahrt mit dem neuen Oratorium DU, das immer noch auf seinen Uraufführungsort wartet. Vielleicht wird es 2020 oder später. Aber es wird kommen.

Ich danke euch allen im Team für die vielen gemeinsamen Stunden im alljährlichen Ringen um die Bedeutung jeder einzelnen Station im Kreuzweg und das Begutachten der Wirkung jedes einzelnen Wortes in unseren Texten. Ihr habt mich weitergebracht in meinem theologischen Denken und mir manches Mal zu denken gegeben. Ich freue mich, euch wieder zu sehen: Nächstes Jahr in Jerusalem oder wie der Rheinländer sagt: Also dann…

Gregor Linßen 

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Die Musiker: Ami & ChorAlCanto

Auch für #beimir spielte die Gruppe AMI die neuen Lieder und die Playbacks ein. Das Projekt CHORALCANTO sang den Chorpart. Mit dem Kern des Projekts ist Gregor Linßen stetig unterwegs um Konzert- Gottesdienste zu feiern. Innerhalb von drei Proben müssen die Lieder aufnahmereich sein. Interesse am Mitwirken? Das offene Chorprojekt für einen Jugendkreuzweg beginnt immer Anfang September in Neuss.

Informationen bei Gregor Linßen:
edition-gl.de

#beidir: die elektronischen Popklänge von Manuel Steinhoff & Marco Michalzik

Manuel Steinhoff Marco Michalzik

Hier trifft Elektropop auf Spoken Word und atmosphärische Beats. Im Kern des CD-Albums zum ökumenischen Jugendkreuzweg steht der eingängige Elektropop-Song „#beidir“ – ein Lied im Spannungsfeld zwischen dem Versprechen, dass Gott da ist, und dem (Ver)Zweifeln daran, weil es sich im Leben oft ganz anders anfühlt.

Geschrieben wurde der Song von Spoken Word-Künstler Marco Michalzik und Produzent Manuel Steinhoff. Mit Gitarrist Theo Sperlea, der bereits beim letzten Musikweg zu hören war, und Sängerin Sarah Allig sind außerdem zwei Personen beteiligt, die auch bei der Live-Aufführung der Stücke beim Kirchentag in Berlin mit von der Partie waren.

Elektronisch geprägte, kontemplative Instrumentaltracks, die von kurzen Poetry-Passagen eingeleitet werden, nehmen Aussage und Wirkung der Bilder auf – mal meditativ, mal herausfordernd – und münden immer wieder in den Verlängerungen des Liedrefrains: Du bist bei mir. Eingerahmt wird das ganze Programm von zwei ¬Spoken-Word-Stücken von Marco.

In verschiedenen Formen wird so dem Versprechen „Ich bin bei dir“ ein fragendes „Aber“ entgegengesetzt, das zum Mitfragen einlädt und analog zu den Bildern den Versuch wagt, eine Brücke zum Alltäglichen zu schlagen.

Zu den Künstlern

Marco und Manu arbeiten häufig miteinander: Marcos erstes Hörbuch „Der obdachlose Gott“ entstand gemeinsam und auf dem Album „Die Stimme erheben. Lieder für Gott, Gemeinde und eine gerechte Welt“ (www.diestimmeerheben.de) sind beide mit dabei. Seit einiger Zeit sind die beiden auch live mit dem Programm #poetrymeetsbeats unterwegs.

Manuel Steinhoff 2 WebManuel Steinhoff

ist studierter Popakademiker (also Absolvent der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim) und seit Jahren als Basser, Songwriter und Produzent über die deutschen Grenzen hinaus am Start. Er investiert sich viel und gerne in neue Projekte, für Gerechtigkeit und in die Nachwuchsförderung (u. a. zweifacher Lehrbuchautor). Ständig auf der Suche nach einem neuen, authentischen Ausdruck experimentiert er gerne im Spannungsfeld zwischen Pop, Folk und Elektro. chunkymonkeyproduction.de

wayp marco 2 WebMarco Michalzik

aus Darmstadt ist seit geraumer Zeit als Spoken Word-Künstler, Rapper und Songwriter unterwegs. Seine Texte sind auf etlichen Buch- und CD-Veröffentlichungen zu lesen und zu hören. Im Herbst 2016 erschien sein zweites Hörbuch „Heute ist morgen schon gestern.“ Außerdem gibt er Workshops rund um die Themen Poetry Slam und kreatives Schreiben. marcomichalzik.com