Vorwort der Herausgeber

Liebe Interesentinnen und Interessenten am Ökumensichen Kreuzweg der Jugend 2014,

vermutlich können wir uns heute nur noch unzureichend ausmalen, wie das gewesen sein muss, als Europa immer wieder von Seuchen und Epidemien heimgesucht wurde. Schrecklich war das „Antoniussfieber“, eine Seuche, die durch eine Getreidevergiftung hervorgerufen wurde und bei der man bei lebendigem Leibe schmerzhaft verfaulte: Apokalyptische Szenerien allerorten. Landstriche leergefegt. Todesängste vor dieser „Gottesstrafe“. Keine Absicherung, wenn man krank wurde, keine Aussicht auf Heilung. In diesem „Höllenfeuer“ konnte nur noch einer Trost spenden und Hoffnung geben: ER, der selbst das größte Elend auf sich genommen hat, wie wir glauben, und der es gewandelt hat.

Unbequem...

Vorwort des Redaktionsteams JKW 2014

JKW-2014 RedaktionsteamUnd wieder einmal bietet der Jugendkreuzweg keine klassischen Kreuzwegstationen.
Und ja! Tatsächlich greift das Redaktionsteam auf ein mittelalterliches Altarretabel zurück, um die Stationen zu illustrieren. Auf ein unbequemes Bild, denn es will so gar nicht mehr den heutigen Sehgewohnheiten entsprechen. Unbequem, weil es auch so gar nicht gefällig daherkommt mit diesem seuchenkranken Jesus und all den anderen Mitleidenden. Unbequem, weil die Entstehungsgeschichte des Gemäldes uns an pures Elend erinnert, unsägliches Leid, Ausgrenzung, Verlassenheit und Trostlosigkeit. An Geschichten von Menschen, die abgeschoben wurden, mit denen nur noch einer litt, die nur noch einer heilen konnte – ER.