II. Station

Jesus nimmt das Kreuz

Sie nahmen ihn aber und er trug sein Kreuz und ging hinaus auf den Weg nach Golgatha.

kreuzweg-point-alpha-12012200SOLDATEN.
Sie befehlen ihm:
„Nimm dein Kreuz und trage es selbst
zum Hinrichtungsplatz – nach Golgatha!“
Jesus ist gezeichnet von den Foltern der letzten Nacht.
Die blutigen Striemen der Peitsche,
die Stacheln der Dornenkrone.
Seine Wunden schmerzen. Er ist entkräftet.
Das Kreuz ist schwer. Jesus kann es kaum stemmen.
Aber Jesus geht seinen Weg. Er trägt sein Kreuz.

DIE ZUSCHAUER am Straßenrand lachen und spotten über ihn.
Sie weiden sich an seiner Schwäche.
Jesus gehört nicht mehr zu ihnen.
Für sie ist Jesus ein hilfloser und erbärmlicher Wurm, den sie lustvoll zertreten können.
Auf den sie spucken – voll Verachtung.

JESUS IST ERNIEDRIGT.
AUSGEGRENZT.
ALLEIN.

 

Der Psalm aus dem Alten Testament, den Jesus am
Kreuz betete, beschreibt es genau so:
„ICH BIN EIN WURM UND KEIN MENSCH, EIN SPOTT
DER LEUTE UND VOM VOLK VERACHTET" Ps 22,7

STILLE


Kannst Du Dir vorstellen, wie es ist, wenn andere über Dich lachen und spotten?
Wenn sie Dich verachten und mit Dir nichts mehr zu tun haben wollen?
Wenn Du damit alleine bist?
Das schneidet wie ein Messer in die seele und schlägt Wunden.
Kannst Du Dir vorstellen, dass Du so etwas auch anderen antust?


GEBET
Wir beten gemeinsam:

JESUS,
DU HAST DEIN KREUZ GETRAGEN.
DU HAST VERACHTUNG UND SPOTT ERTRAGEN.
DU MUSSTEST DIESEN WEG GEHEN.
GIB MIR DEN MUT, MEINEN WEG ZU GEHEN.
SEI DU BEI MIR, WENN ICH MICH ALLEINE FÜHLE.
HILF MIR, NIEMAND ANDEREN ZU VERACHTEN
UND AUSZUGRENZEN
AMEN.