Ökumenischer Schwebebahn-Jugendkreuzweg 2011

Ökumenischer Schwebebahn-Jugendkreuzweg 2011

Ein Beispiel

Durch die Passion Jesu schweben? Am Freitag vor Palmsonntag 2011 wurde das in Wuppertal möglich. Die Schwebebahn, Wahrzeichen und verbindendes Element der Stadt, beförderte die 750 TeilnehmerInnen von Station zu Station, die nach ihrem Gusto den gesamten Kreuzweg durch“lebten“, ein- und ausstiegen, wie es sich gerade ergab.

Die Kreuzwegstationen, an den Haltestellen aufgereiht, wie an einer Perlenkette, speisten sich aus dem „Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2011“ und wurden durch Aktionsideen zu den Lebensthemen Jesu und der Jugendlichen heute erweitert. Junge, ökumenisch besetzte Teams schafften phantasievoll Brücken zu den Themen der Stationen.

O-Ton eines Teilnehmers: „Die Pilger konnten sich zum Beispiel auf ein mannshohes Kreuz legen und mit dem Blickwinkel Jesu auf einen der beiden Verbrecher schauen, der zusammen mit Jesus ans Kreuz genagelt wurde. Anschließend konnte man seine Gedanken zu dieser Einfühlübung niederschreiben und an eine Pinnwand heften.

Die Jugendlichen der Gesamtschule stellten eine Aktualisierung der sieben letzten Worte Jesu vor, die sie an sieben Kreuzen sichtbar werden ließen. Der Club 6a zeigte eine Ausstellung von Kreuzen in unserem Alltag mit Texten zum Nachdenken.

Die Leiterrunde ließ die Pilger ihr eigenes Kreuz mit den eigenen Belastungen nageln.

Drei Mädchen fragten die Pilger, was sie für eine Inschrift über das Kreuz hängen würden und ließen dafür Schiefertafeln beschriften. Außerdem konnten Pilger ihre Sorgen und Belastungen verbrennen und sich Texte des Zuspruchs mit Glückssteinen aussuchen oder sich gegenseitig an ein großes Kreuz fesseln. An der Station lag auch ein Fürbittbuch, als Möglichkeit, das Leid im Gebet vor Gott zu bringen…Alle Aktionen wurden gut angenommen. Wir alle fanden diesen Kreuzweg eine gelungene Möglichkeit, um uns als Kirche in die Gesellschaft hinein aussprechen und auch mit fern stehenden Menschen ins Gespräch zu kommen“ (Quelle: HP Wupperbogen-Ost).

Bilder, Musik und Kreativangebote luden zum Bleiben, zur Aktion und zur Stille ein, gaben Impulse für den eigenen Glauben: ein Kreuzweg von Jugendlichen für Jugendliche sein. Die Teilnehmer erhielten an ihrer ersten Kreuzwegstation, an der sie starten, eine Pilgerkarte, die an jeder weiteren abgestempelt werden kann. Sie dient der Wiedererkennung, als Fahrplan und als Fahrkarte.

Eine zentrale Abschlussveranstaltung – ein durchaus sehr ausführlicher Gottesdienst, musikalisch gestaltet von Gregor Linßen und der Gruppe AMI – rundete um 20.30 Uhr den Schwebebahnkreuzweg ab.

Weitere Infos und Fotos: www.schwebebahnkreuzweg.de