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Über Wunden - überwunden

Monströser Jubiläumskreuzweg

 

Riesig, grobschlächtig und kalt erheben sich die Skulpturen über dem Todesstreifen der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Sie illustrieren die 14 Stationen eines klassischen Kreuzwegs, der die Passion Jesu ins Bild bringt. Zugleich erinnern sie an die Schicksale vieler Menschen diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs, an ihre persönlichen Kreuzwege. 7 Stationen dieses sogenannten „Wegs der Hoffnung“ bebildern 2013 den ökumenischen Kreuzweg der Jugend und fordern in ihrer ungeschminkten Wucht zur Auseinandersetzung heraus – letztlich mit dem eigenen Leben. „Es geht um ein befreites und erlöstes Leben, dem Leid und Wunden nicht genommen werden. In dem aber Leid und Wunden eine andere Dimension offenbaren. Eine, in der Hoffnung und Zuversicht mitschwingen und eine Ahnung, dass einer um sie weiß und sie heilt. Dieser eine hat einen Namen: Jesus der Christus.“ erläutert Markus Hartmann, Arbeitsstelle für Jugendseelsorge und Geschäftsführer des Jugendkreuzwegs.

 

Die Geschichte des „Jugendkreuzweg“ ist eng mit der deutsch-deutschen Grenze verknüpft. Kurze Zeit nach seiner Entstehung wurde Deutschland geteilt und der JKW entwickelte sich rasch zu der Gebetsbrücke schlechthin. Jahr für Jahr vereinten sich junge Menschen in großer Zahl am Freitag vor Palmsonntag, um hüben wie drüben mit den gleichen Worten den Leidensweg Jesu zu betrachten und das eigene Leben ins Gebet zu bringen.

Damit ist der Ökumenische Kreuzweg der Jugend eine der ältesten und größten ökumenischen Initiativen in Deutschland. Die Grenzen sind heute andere. Die Nöte nicht. Und das Anliegen des Kreuzwegs ebenfalls nicht: er will helfen Grenzen zu überwinden - die, die Konfessionen trennen, die zwischen Generationen, oder auch soziale, weltanschauliche, persönliche.

 

Dass das gelingt, dafür stellt das achtköpfige Redaktionsteam wieder eine Fülle Materialien, Aktionsideen, Gestaltungstipps, Arbeitshilfen, Informationen, etc. bereit, die eine individuelle Gestaltung vor Ort ermöglichen. Diese sind zu bestellen oder einzusehen auf: www.jugendkreuzweg-online.de. Hier tragen auch Gruppen ein, wann und wo sie den Kreuzweg beten und wie sie ihn gestalten.

 

Herausgeber des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind: die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), sowie der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend Deutschland (aej).