Glaube, Liebe, Schmerz, Hoffnung fühlen

Benjamin Ingenbold, 1984 als Sohn eines Musikers geboren, empfindet von Kindheit an die Musik als festen Bestandteil seines Lebens. „ So wie ich esse, atme, geh und steh, so trommle, sing und tanz ich. Meine Musik gehört für mich zum Tag und hat nichts Akademisches. “

Nachdem Benjamin die ersten musikalischen Ausbildungen an Geige und Gitarre genossen hat, wird ihm schon als Neunjährigem klar, dass der Rhythmus seine Welt ist. Mit Leidenschaft und programmatischer Ausschließlichkeit widmet er sich während seiner Jugend dem Schlagzeug und der Perkussion. Auf der Suche nach neuen Klängen ist nichts vor ihm sicher: das ausgediente Verkehrsschild wird ebenso wie der eigene Körper prüfend und freudvoll beklopft. Schon als Kind lotet er gemeinsam mit seinem Vater den klanglichen und sozialen Raum der dörflichen Kirche aus mit meditativen Klangexperimenten.

Während der letzten Schuljahre beginnt die kreative Auseinandersetzung mit der computergenerierten Musik. Er baut nun auch Beats für die Rapper seiner Region. Dennoch bleibt der intensive Umgang mit handgemachter Musik: „Trommeln ist für mich einerseits eine sehr spirituelle Angelegenheit, die mich zu mir selbst führt. Andererseits hat es in Gemeinschaft einen starken kommunikativen und öffnenden Effekt, der mir auch bei meiner Arbeit sehr hilfreich ist.“

Benjamin arbeitet an einer Schule für Kinder mit Behinderungen und beendet zur Zeit sein Studium „Kreatives Helfen“ an der Hochschule Nijmegen. „Ich freue mich sehr über die mir hier gestellte Herausforderung: Wunderbare Bilder begleiten mich auf der musikalisch aufzuspürenden Fährte zu den intensivsten menschlichen Erfahrungen: Glaube, Liebe, Schmerz, Hoffnung...ich bin glücklich, meine Musik in neuem Licht zu sehen und zu fühlen.“